Jasmin, das Assessment Center (AC) ist eine Station im Bewerbungsprozess. Wie sieht der gesamte Ablauf bei ad hoc aus?
Nach der eingegangenen Bewerbung schauen wir uns die Unterlagen an und laden die Bewerber zum Assessment Center ein, die nach objektiven Kriterien am besten passen. In diesem Jahr waren das 10 Bewerber aus 60 Bewerbungen für 5 Ausbildungsplätze. Haben die Bewerber das AC erfolgreich absolviert, erhalten sie eine Einladung zum Probetag. An diesem Tag können sie in die relevanten Unternehmensbereiche reinschnuppern. Auf dieser Grundlage können sie dann gut entscheiden, ob sie am 01.08. ihre Ausbildung bei uns beginnen möchten.
Warum machen wir überhaupt ein AC?
In einem klassischen Bewerbungsgespräch kann man viel abfragen: Noten, Lebenslauf, Motivation. Aber die tatsächlichen Stärken, Schwächen und Einstellungen sind in einer halben Stunde oft schwer einzuschätzen. Im Assessment Center haben wir fast einen ganzen Tag Zeit, die Bewerbenden in unterschiedlichen Situationen zu erleben. Auf diese Weise lernen wir sie kennen und können besser einschätzen, ob sie zu uns passen.
Der Grundgedanke dahinter ist: Wir möchten, dass unsere Auszubildenden mit den richtigen Erwartungen bei uns starten. Das minimiert Abbrüche. Und wir denken noch weiter. Wir wollen unsere Azubis nach erfolgreicher Ausbildung übernehmen. Mit dem Assessment Center stellen wir von Anfang an die Weichen für diesen Weg.
Wie war das AC in diesem Jahr aufgebaut?
Es ging früh um 8 Uhr los mit einem lockeren Kennenlernen und einer kurzen Vorstellung der ad hoc Gruppe. Dann folgten verschiedene Einzel- und Gruppenaufgaben. So konnten die Teilnehmenden nach und nach zeigen, wie sie arbeiten, denken und mit anderen umgehen. Es folgte ein Wissenstest und schließlich gab es mit jedem der 10 Teilnehmer ein klassisches Bewerbungsgespräch.
Geht es im Assessment Center primär um Leistung, Potenzial oder ob die Person zur Unternehmenskultur passt?
Eigentlich um alles zusammen. Jede Aufgabe hat einen klaren Zweck. Wir wollen daraus Erkenntnisse darüber ziehen, wie sich die Person später in der Arbeitswelt verhalten könnte. Zum Beispiel sollten die Teilnehmer eine Gruppenarbeit erledigen. So konnten wir sehen: sind sie kommunikativ und offen gegenüber Fremden? Wie verhalten sie sich im Team? Gehen sie auf Vorschläge ein? Trauen Sie sich zu, vor anderen zu reden? Wie präsentieren sie ihr Ergebnis und wie ist ihre Sprechweise und Körperhaltung dabei?
Natürlich spielt auch eine Rolle, wie jemand mit Druck umgeht und wie das eigene Zeitmanagement funktioniert. Dabei verlieren wir aber nicht aus den Augen, dass wir Menschen suchen und keine Maschinen. Die Person soll auch zu uns passen und sich entwickeln wollen.
Um was für ein Bewerberfeld handelt es sich? Also welches Alter und welcher Schulabschluss?
Die Teilnehmer waren im Altersspektrum 16-26 Jahre. Die meisten waren 18 Jahre alt und schließen gerade ihr Abitur ab. Es gab aber auch einige jüngere, die gerade ihren Regelschulabschluss machen. Wir haben hier also eine große Bandbreite abgedeckt.
Wie fanden die Teilnehmer den Tag?
Ich habe mich hinterher mit ein paar Teilnehmern darüber unterhalten. Das ist ja auch für uns wichtig, um das Bewerbungsverfahren weiterzuentwickeln. Viele waren ohne konkrete Erwartungshaltung gekommen. Gerade die jüngeren konnten gar nicht richtig einschätzen, was an dem Tag auf sie zukommt. Es waren drei oder vier Teilnehmer dabei, für die war das ihr erstes Bewerbungsgespräch überhaupt.
Wie war die Atmosphäre? Waren die Teilnehmenden sehr gestresst oder nervös?
Gerade die Jüngeren waren sehr nervös und zurückhaltender. Aber das ist ja auch normal.
Bei den Älteren hat man gemerkt, dass die mehr Erfahrung haben. Ich sehe das so: Wenn die Person aufgeregt ist, dann ist ihr auch wichtig, was hier passiert. Auch die, die es das erste Mal gemacht haben, haben sich gut geschlagen. So sind auch unter den insgesamt fünf Personen, die wir infolge des Tages zum Probetag eingeladen haben, zwei 16-Jährige. Das zeigt: Alter und Schulabschluss sind nicht entscheidend. Die Einstellung und das Potenzial sind uns wichtiger.
Was rätst du Bewerbenden für die Vorbereitung aufs AC? Und hast du vielleicht auch einen Tipp für die Bewerbung bei uns?
Fürs Assessment Center gilt: Informiert euch grob, was ein Assessment Center überhaupt ist. Macht euch aber auch nicht zu verrückt. Kommt ausgeschlafen, pünktlich, gut gelaunt und offen zu uns – und lasst den Rest auf euch zukommen.
Für die Bewerbung selbst ist für mich wichtig: Wenn man rauslesen kann, dass die Person Lust auf die Ausbildung hat und offen ist für die verschiedenen Bereiche unseres Unternehmens, ist das schon sehr entscheidend. Der Ausbildungsberuf Kaufmann im Büromanagement (m/w/d) ist ja ein Allrounder. Die Ausgelernten arbeiten später zum Beispiel in der ad hoc best services und erbringen Dienstleistungen in der Energiewirtschaft, oder sie werden in der Personalabteilung, der Buchhaltung oder in der Assistenz des Vorstandes eingesetzt. Dementsprechend werden sie auch in ihrer Ausbildung all diese Bereich kennenlernen. Außerdem sollten Bewerber immer auf Vollständigkeit ihrer Unterlagen achten.
Woher kamen die Bewerber in diesem Jahr?
Die meisten kamen aus Gera, Jena und dem jeweiligen Umland.
Bei uns beworben haben sich viele, weil bereits Bekannte oder Familienmitglieder bei uns arbeiten oder weil sie bereits wussten, dass sie diesen Beruf lernen wollen. Die haben uns dann über die Onlinerecherche gefunden.
Unser Fazit
Wir bedanken uns bei allen Bewerbenden für ihren Mut, ihre Offenheit sowie ihren Einsatz und freuen uns jetzt auf die Probetage mit den eingeladenen Kandidatinnen und Kandidaten. Wer Lust hat, bei ad hoc Verantwortung zu übernehmen, im Team zu wachsen und jeden Tag dazuzulernen, findet bei uns den richtigen Einstieg.
Hier findet ihr unsere aktuellen Jobs: adhoc.jobs



