Fenya Cornelsen ist eine von zwei Jahrespraktikanten bei der ad hoc bau.werk GmbH in Lohma bei Schmölln. Das Praktikum absolvierte sie im Rahmen ihres Fachabiturs in Wirtschaft. Neben ihrer Arbeit im Büro des Handwerkbetriebes schnupperte sie auch in die Abteilungen der ad hoc holding AG und lernte so u.a. die Personalabteilung, die Marketingabteilungen der ad hoc marketing network (analog und digital), die IT-Abteilung und die ad hoc datenschutz GmbH kennen.
Wir fragten Fenya zum Abschluss des Jahres, wie sie das Praktikum bei ad hoc wahrgenommen hat und was sie aus dieser Erfahrung mitnimmt.
Hallo Fenya, stell dich kurz vor: Wer bist du, wie alt bist du, was machst du und warum fiel deine Wahl auf ad hoc für dein Jahrespraktikum?
Ich bin 18 Jahre alt und bin gerade im ersten Schuljahr des Fachoberschullehrganges Wirtschaft und Verwaltung. Um das Wissen nicht nur stur übermittelt zu bekommen, besuchen wir an zwei Tagen in der Woche einen Betrieb unserer Wahl. Auf ad hoc bin ich durch enge Bekannte bzw. meine beste Freundin aufmerksam geworden. Nach dem Fachabi ist mein Ziel, ein duales Studium im Bereich der Wirtschaftspsychologie zu absolvieren und damit Unternehmen und ihre Mitarbeiter zu unterstützen.
Was hast du vor deinem Praktikum über die Arbeitswelt gedacht? Hattest du bestimmte Erwartungen oder auch Vorurteile?
Ich dachte immer, dass die Arbeitswelt immer und überall ziemlich strikt ist, dass Disziplin und totale Regelbefolgung die Norm sei und jeder noch so kleine Fehler sofort Ärger bedeutet. Durch mein Praktikum bei ad hoc wurde mir das Gegenteil vor Augen geführt. Ich wurde aktiv mit in die innerbetrieblichen Prozesse integriert und mir wurden Aufgaben gegeben, bei denen ich mich den festangestellten Kollegen gegenüber gleichgestellt gefühlt habe.
Was sind deine Aufgaben gewesen?
Ich habe in der Verwaltung der ad hoc bau.werk geholfen. Dabei habe ich z.B. Rückläufer von Aufträgen nachbereitet, Eingangsrechnungen zur weiteren Prüfung und Bearbeitung weitergeleitet, Lieferscheine sowie Ausgangsrechnungen sortiert. Falls ich meine Routineaufgaben frühzeitig beendet hatte, wurden mir weitere Aufgaben gegeben. Zum Beispiel einen Baustellenordner vorbereiten oder die Routen für die nächsten Wartungen planen.
Gibt es eine Aufgabe oder ein Projekt, die du bearbeitet hast und auf die du stolz bist?
Ich würde mich da nicht auf ein spezifisches Projekt beziehen. Aber ich kann durchaus sagen, dass ich stolz auf mich bin. Ich bin stolz darauf, wie gut ich mich in diesem Unternehmen geschlagen habe, was für großartiges Feedback ich bekommen habe und dass ich in dieser Zeit ein paar meiner eigenen Ängste bekämpfen und dadurch selbst wachsen konnte.
Würdest du sagen, du hast nun einen guten Einblick in die Prozesse bei ad hoc erhalten?
Ich nehme es mir nicht heraus, zu sagen, dass ich jetzt alles weiß und verstehe. Aber ich habe definitiv Sachen gelernt, von denen ich nicht wusste, was für eine Rolle sie spielen.
Hast du bei ad hoc etwas gelernt, das die Schule so nicht vermitteln kann?
Die Fähigkeit zu improvisieren und sich kreative Lösungen einfallen zu lassen, die dennoch Regelkonform sind, ist etwas, das ich hier miterleben durfte. Es geht nicht immer stur nach Protokoll oder Vorschrift, wie in der Schule manchmal gezeigt. Flexibilität und ein gewisses Maß an Spontanität gehören auch dazu.
Hattest du das Gefühl, dass du und deine Arbeit ernst genommen werden bzw. hilfreich fürs Team sind? Wenn ja: Woran merkst du das?
Dieses Gefühl habe ich. Ich wurde als Praktikantin nie als jemand mit einem geringeren „Wert“ oder Wichtigkeit betrachtet. Aufgaben wurden mir mit gutem Gewissen und Vertrauen übergeben. Ich bin der Meinung, dass meine Arbeit hilfreich war. Dies schließe ich aus den positiven Rückmeldungen bezüglich meiner Arbeit, die ich bekommen habe. Sie wurde stets anerkannt und gewürdigt.
Was ist für dich das bisher wertvollste Learning?
Ich kann mich gar nicht so genau auf eine spezifische Sache beziehen. Ich finde alles, was ich bis jetzt innerhalb der bau.werk und den anderen Bereichen der ad hoc Gruppe lernen durfte, wichtig und wertvoll. Das geht von fachlichen Kompetenzen bis zu Social Skills, die man immer gebrauchen kann. Darunter etwas zu priorisieren, fühlt sich für mich so an, als wären die anderen Aspekte weniger wertvoll.
Würdest du sagen, du hast deine Fähigkeiten weiterentwickelt?
Definitiv, meine Fähigkeiten und Kompetenzen haben sich weiterentwickelt. Ich habe meine Selbstorganisation verbessert und vor allem fällt es mir jetzt auch leichter, mit fremden Menschen zu reden. Nicht nur das, ich bin selbstbewusster geworden und traue mir selbst mehr zu.
Hilft dir das Praktikum bei der beruflichen Orientierung?
Das Praktikum hat mir geholfen. Ich weiß jetzt, wie wichtig mir die innerbetriebliche Stimmung und das Verhältnis von Kollegen untereinander ist. Der familiäre Zusammenhalt bei ad hoc hat mir gezeigt, in was für einer Art von Betrieb ich gerne mal arbeiten möchte. Dementsprechend würde ich bei zukünftigen Bewerbungen genauer darauf achten, einen Betrieb mit gleichen oder ähnlichen Grundsätzen zu wählen. Außerdem ist mir klar geworden, dass das ruhige Arbeiten ohne Abwechslung nichts für mich ist.
Was würdest du jungen Menschen sagen, die sich bei ad hoc für ein Praktikum oder eine Ausbildung bewerben wollen?
Es gibt kaum eine bessere Unternehmensgruppe, in der man so umfangreich in verschiedene Dienstleistungsbereiche eintauchen kann und dennoch ein so entspanntes Verhältnis zueinander hat. In diese Gruppe ist es möglich, Dinge fürs Leben zu lernen und dabei Spaß zu haben, als wäre man mit Freunden oder Familie unterwegs. Einfach keine Angst haben und es versuchen. Was Besseres als hier Praktikum/Ausbildung zu machen kann einem in diesem Sinne kaum passieren.



