Sicherheit ist keine Frage der Einstellung, sondern der Risikobewertung 

28. April 2026
2 min
Sicherheit und Gesundheit sind bei ad hoc Teil unserer Verantwortung als Arbeitgeber, ob auf der Baustelle, im Büro oder unterwegs. Wir setzen auf klare Regeln, gutes Training und eine Kultur, in der man hinschaut, anspricht und voneinander lernt. Dabei unterstützt uns unser Beauftragter für Arbeitsschutz, André Poludniok. Er bringt die Themen verständlich, praxisnah und mit Humor auf den Punkt. 

Anlässlich des Welttags für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz rücken wir einen Gedanken in den Fokus, der im Arbeitsalltag oft unterschätzt wird: Auf der Arbeit zählt nicht unsere persönliche Risikoneigung, sondern eine objektive Risikobewertung. 

 

Sicherheit ist nicht vom persönlichen Risikogefühl abhängig.

Manche Menschen sind privat eher vorsichtig: Gurte lieber doppelt checken, bei Sturm oder Glatteis nicht rausgehen. Andere sind risikofreudiger: Klettersteig, schnell mal ohne Schutzkleidung, „wird schon gutgehen“. Beides ist menschlich und im Privaten eine persönliche Entscheidung. 

Im Arbeitsalltag gilt jedoch etwas anderes: Hier geht es nicht um „Mut“ oder „Vorsicht“, sondern um objektive Risikobewertung und um Schutzmaßnahmen, die Risiken zuverlässig beherrschbar machen. 

Deshalb ist die entscheidende Frage im Job nicht: „Wie fühle ich mich dabei?“, sondern: „Welche Gefährdungen gibt es und wie hoch ist das Risiko wirklich?“  

 

Was bedeutet objektive Risikobewertung?

Sie basiert nicht auf Bauchgefühl, sondern auf Fakten und Kriterien, zum Beispiel:

  • Gefährdungen erkennen: Was kann konkret passieren (z. B. Sturz, Schnitt, elektrische Gefährdung, Lärm, Gefahrstoffkontakt)?  
  • Eintrittswahrscheinlichkeit einschätzen: Wie wahrscheinlich ist es, dass etwas passiert – bezogen auf Tätigkeit, Umgebung, Zustand von Arbeitsmitteln? 
  • Schadensschwere bewerten: Welche Folgen wären möglich (leicht bis schwer)?
  • Exposition berücksichtigen: Wie oft, wie lange, unter welchen Bedingungen (Routine, Zeitdruck, Witterung, Alleinarbeit)?
  • Schutzmaßnahmen ableiten und prüfen: Was reduziert das Risiko wirklich – und wird es auch umgesetzt? 

 

Es geht nicht darum, wer „mutig“ oder „vorsichtig“ ist, sondern darum, dass jede Tätigkeit so organisiert ist, dass Menschen sicher arbeiten können.  

 

Ein einfaches Beispiel, das jeder kennt 

Eine Leiter wirkt auf den ersten Blick banal. Wer privat risikofreudig ist, denkt vielleicht: „Geht schnell.“ Wer vorsichtig ist, denkt: „Lieber langsam.“ 

Objektive Risikobewertung fragt anders:
  • Ist der Untergrund stabil
  • Ist die Leiter geprüft und geeignet?  
  • Muss ich seitlich rauslehnen (Schwerpunkt außerhalb)?  
  • Ist die Tätigkeit überhaupt mit Leiter die beste Lösung – oder gibt es eine sichere Alternative?  

 

So wird aus „Gefühl“ ein sicherer Standard. 

 

Was das für ad hoc als Arbeitgeber heißt 

Für uns bedeutet Arbeitsschutz „We care for you“. Es heißt nicht, Risiken wegzureden oder auf individuelle Vorsicht zu hoffen. Es bedeutet: 

  • Wir setzen auf klare, objektive Bewertung statt Bauchgefühl.  
  • Wir schaffen Bedingungen, in denen Sicherheit gemeinsam getragen wird. Denn Arbeitsschutz geht jeden an.
  • Wir wollen, dass jede und jeder am Ende des Tages sagen kann: „Ich konnte sicher arbeiten und komme gesund nach Hause.“  

Pressekontakt

Anna Schroeder
PR Referentin

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